Veedel und Stadtteil

Haushaltsauflösungen in Düsseldorf-Kaiserswerth

Kaiserswerth ist Düsseldorfs nördlichster Stadtteil am Rhein, geprägt von der Kaiserpfalz-Ruine aus dem 11. Jahrhundert, der Diakonissen-Anstalt von Theodor Fliedner und einer fast dörflichen Atmosphäre. Wir räumen hier in alten Stadthäusern, in Villen und in den ruhigen Wohnlagen mit Rheinblick.

Kaiserpfalz-Ruine am Rheinufer in Düsseldorf-Kaiserswerth mit fast tausendjährigem Mauerwerk, dahinter St.-Suitbertus-Basilika und dörflicher Ortskern mit Klemensplatz

BESENMANN bei Ihnen in Düsseldorf-Kaiserswerth

Typische Wohnformen in Düsseldorf-Kaiserswerth

Kaiserswerth ist eine ungewöhnliche Mischung. Im historischen Ortskern rund um die St.-Suitbertus-Basilika und die Kaiserpfalz-Ruine stehen Stadthäuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, oft fachwerkartig oder als schlichte Bürger-Häuser, teilweise unter Denkmalschutz. In den Lagen Richtung Lohausen prägen Villen aus den späten 19. und frühen 20. Jahrhundert das Bild, mit eigenen Gärten, Wintergärten und Bootshäusern am Rhein. Das große Areal der Kaiserswerther Diakonie, gegründet 1836 von Theodor Fliedner, beherbergt seit fast zweihundert Jahren Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Wohnheime, mit eigenem Bau-Bestand aus mehreren Epochen. In den jüngeren Lagen am Stadtrand entstanden Einfamilienhäuser der sechziger und siebziger Jahre.

Typische Räumungs-Anlässe in Düsseldorf-Kaiserswerth

Die Aufträge in Kaiserswerth sind oft historisch und gewichtig. Wir lösen Villen-Haushalte nach dem Tod der letzten Generation auf, mit umfangreichem Hausrat und beachtlichen Antiquitäten-Beständen aus mehreren Generationen. Häufig sind Aufträge im Umfeld der Kaiserswerther Diakonie, wenn Bewohner der Diakonissen-Anstalten verstorben oder umgezogen sind. Senioren-Umzüge aus den großen Stadthäusern ins Betreute Wohnen sind ein regelmäßiger Auftragstyp, oft mit langem Planungs-Vorlauf, weil die Bewohner früh planen. Express-Räumungen sind in Kaiserswerth selten, weil die Aufträge meist langfristig geplant werden.

Mehr über Düsseldorf-Kaiserswerth

Kaiserswerth ist tausend Jahre alt. Der Stadtteil hat eine der spektakulärsten Geschichten im heutigen Düsseldorf. Im 11. Jahrhundert errichtete Kaiser Heinrich III. (regierte 1039 bis 1056) hier eine Kaiserpfalz, eine der wichtigsten Reichs-Residenzen im westlichen Heiligen Römischen Reich. Sein Sohn Heinrich IV. wurde 1062 in Kaiserswerth von Erzbischof Anno II. von Köln entführt, einer der bekanntesten Staatsstreiche des Mittelalters, der die deutsche Reichspolitik für Jahrzehnte prägte. Die Ruinen der Kaiserpfalz, durch französische Truppen 1702 gesprengt, stehen heute noch am Rheinufer in Kaiserswerth und sind eines der eindrucksvollsten Geschichts-Monumente Düsseldorfs. Wer in Kaiserswerth wohnt oder räumt, arbeitet buchstäblich in einer fast tausendjährigen Kulisse.

Die St.-Suitbertus-Basilika, gegründet im 8. Jahrhundert vom angelsächsischen Missionar Suitbert, prägt das Ortsbild bis heute. Ihre romanischen Bauteile gehören zu den ältesten Sakralarchitekturen am Niederrhein. Der heutige Kirchenbau stammt überwiegend aus dem 12. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert kam ein weiteres prägendes Element hinzu: Die Kaiserswerther Diakonie, gegründet 1836 vom evangelischen Pfarrer Theodor Fliedner und seiner Frau Friederike, war die erste evangelische Diakonissen-Anstalt der Welt. Florence Nightingale, die spätere Pionierin der modernen Krankenpflege, lernte hier 1851 das Pflege-Handwerk. Das große Diakonie-Areal prägt Kaiserswerth bis heute, mit eigenem Krankenhaus, Pflegeschulen und Senioren-Einrichtungen.

Die Bauformen Kaiserswerths spiegeln seine ungewöhnliche Geschichte. Im historischen Ortskern stehen Stadthäuser aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, oft schlichte Bürger-Häuser mit hohen Decken und engen Treppenhäusern, teilweise mit fachwerkartigen Elementen. Entlang der Klemensplatz-Lage und in den Wohnstraßen Richtung Rhein finden sich repräsentative Villen aus der Gründerzeit, oft mit Gärten und Rheinblick. Das große Diakonie-Areal hat Wohnheime, Pflegehäuser und Personalwohnungen aus verschiedenen Epochen. In den jüngeren Lagen Richtung Lohausen und am Stadtrand dominieren Einfamilienhäuser der Wirtschaftswunder-Zeit.

Bei Räumungen in Kaiserswerth treffen wir auf entsprechend reiche Bestände. Aus den Villen am Rheinufer stammen oft Möbel der Gründerzeit, Jugendstil-Stücke, Bauhaus-Klassiker, gehobene Designstücke der fünfziger und sechziger Jahre, Gemälde der Düsseldorfer Malerschule, Porzellan-Bestände (Meissen, KPM), Silber und Schmuck. Aus den historischen Stadthäusern im Ortskern kommen manchmal echte Antiquitäten der Vorkriegszeit, in seltenen Fällen sogar Möbel des 18. und 19. Jahrhunderts, die seit Generationen im Familienbesitz waren. Aus dem Umfeld der Diakonie stammen Erinnerungs-Stücke der Pflege-Geschichte, manchmal historische Medizin-Bücher oder Andenken aus den verschiedenen Auslands-Missionen der Kaiserswerther Diakonissen. Unsere internen Wertgutachter schätzen diese Stücke fachgerecht und rechnen sie marktgerecht auf den Festpreis an. Die Diskretion, die in Kaiserswerth erwartet wird, ist für uns selbstverständlich.

Das Diakonissen-Erbe prägt einen eigenen Räumungs-Typus in Kaiserswerth. Über fast zwei Jahrhunderte hinweg lebten und arbeiteten Diakonissen der Kaiserswerther Anstalt in pfarrhaus-ähnlichen Personal-Wohnungen, oft schlicht eingerichtet, mit Möbeln aus der diakonischen Tradition: einfache Holz-Bettgestelle, Bauern-Schränke mit aufgemalten Verzierungen, Nähtische, Bücher-Regale gefüllt mit theologischer Literatur, persönliche Bibeln, Andachtsbücher und Briefkorrespondenzen aus den weltweiten Missions-Stationen, in die Diakonissen entsandt wurden. Wenn diese Personal-Wohnungen aufgelöst werden, treffen wir auf Hausrat, der nicht spektakulär teuer, aber von hohem historischem Wert ist. Wir arbeiten in solchen Fällen eng mit der Kaiserswerther Diakonie und dem Diakonie-Archiv zusammen, weil bestimmte Stücke (historische Pflege-Utensilien, persönliche Aufzeichnungen, Korrespondenzen) ins Archiv übernommen werden, statt entsorgt zu werden. Theologische Bücher übergeben wir auf Wunsch an evangelische Gemeinde-Bibliotheken oder spezialisierte christliche Antiquariate. Die Übergabe-Praxis in den Personal-Wohnungen ist meist langfristig geplant, oft mit mehreren Monaten Vorlauf, weil die Diakonie als Eigentümer und Träger an einer würdigen Auflösung interessiert ist. In den Villen am Rheinufer dagegen ist die Praxis ähnlich wie in Lindenthal: Erbengemeinschaften, Vermessungs-Protokolle, langer Übergabe-Vorlauf. Sperrmüll fahren wir zum AWISTA-Wertstoffhof Düsseldorf-Nord in der Geibelstraße, der für Kaiserswerth und Lohausen die nächste Anlaufstelle bildet. Die fast dörfliche Atmosphäre des Ortskerns macht Halteverbots-Anträge unkompliziert, weil die Anwohner-Strukturen klein und persönlich sind. Eine Kaiserswerther Eigenheit ist die Lage am Rhein mit den dazugehörigen Hochwasser-Erfahrungen: Bei stark erhöhtem Pegel werden die Uferstraßen am Rheinufer regelmäßig gesperrt, und Räumungen in den Villen direkt am Wasser brauchen dann Ausweich-Routen über die Niederrheinstraße. Wir prüfen die aktuellen Pegelstände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vor jeder Räumung in Wassernähe, weil eine kurzfristige Sperrung sonst den gesamten Tages-Plan kippen würde. Bei drohendem Hochwasser räumen wir Keller-Bestände vorrangig, um Wertstücke nicht der Feuchte auszusetzen.

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